Saskia Albarus findet „den Feminismus“ doof…

Heute habe ich einen richtig beknackten Text bei den Ruhrbaronen gelesen. Darin ging es darum, warum eine 27-jährige Studentin „den Feminismus“ doof findet. Hier ihre Argumente:

Saskia Albarus findet „den Feminismus“ doof…

  • weil „der Feminismus“ ihr untersagt, sich für alle Menschen einzusetzen.
  • weil der Feminismus weiße heterosexuelle Männer doof findet.
  • weil sie ein „Papa-Kind“ ist.
  • weil sie rosa mag, und „Sex and the City“ und Barbie bei Facebook.
  • weil sie auch ohne „den Feminismus“ Computer spielen kann.
  • weil sie „Kurven“ hat (vom Essen und von ihren Hormonen).
  • weil sie weiß und heterosexuell ist.
  • weil „der Feminismus“ ihr vorschreibt, sich als „Opfer“ zu sehen.
  • weil sie sich gerne schminkt, obwohl „der Feminismus“ das blöd findet.
  • weil „der Feminismus“ ihr vorschreiben will, das Tragen eines Kopftuchs als Entscheidung zu betrachten, ihr aber das Schminken verbieten will.
  • weil Alice Schwarzer mal irgendwann in den 70ern blablabla rhabarberrhabarber…
  • weil Alice Schwarzer heute blablabla rhabarberrhabarber…
  • weil „eine Menge junger Frauen“ sich mit Aussagen von Alice Schwarzer identifiziert und „danach lebt“.
  • weil „der Feminismus“ Frauen verbieten will mit Sexarbeit ihr Geld zu verdienen.
  • weil „die weibliche Intuition“ ihr sagt, dass „der Feminismus“ doof ist.
  • weil sie den „teils krankhaften, oft männerverachtenden Feminismus“ in eine „falsche Richtung“ laufen sieht.
  • weil sie ihren Vater liebt.
  • weil sie ihren Freund liebt.
  • weil Freunde von ihr „von Weibern“ verletzt wurden und weil Psychoterror auch Gewalt ist.
  • weil viele Amokläufer böse Mütter hatten, während  „der Feminismus“ aber sagt, dass Frauen „lieblich oder schwach“ seien.

Im Ernst?!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Uncategorized abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

19 Antworten zu Saskia Albarus findet „den Feminismus“ doof…

  1. Pingback: Saskia findet, dass Schlotte Kamuffel doof findet, dass Saskia Albarus den Feminismus doof findet. | heroinefor1day

  2. Christian - Alles Evolution schreibt:

    Schade, dass Kritik im Feminismus selten mal konstruktiv angegangen wird und man dort die Punkte nicht mal wirklich durchgeht.

    So bleibt häufig einfach nur ein „Was fällt der ein uns zu kritisieren“.

  3. m schreibt:

    Ja. Und es gibt rein gar nichts, was Sie dagegen tun können. 🙂

  4. markus schreibt:

    Ich bin 22, schwul und mag Maenner.

    Das reicht um gegen Feminismus zu sein.

    Feminismus ist Männerhass, nicht mehr und nicht weniger. Ein schwuler Mann ist immer noch ein Mann. Krass oder?

  5. BRD schreibt:

    Danke Markus !

    Von einem etwas mehr als doppelt so alten „cis-Mann“.

    Es sah eine längere Zeit so aus, als ob die Strategie des Feminismus, nämlich den Mann zu kriminalisieren, nicht durchschaut würde.

    Um so erfreuter bin ich, wenn es jemand erkennt der jung ist und nicht in der ganz direkten Schusslinie – der feministischen Misandrie – steht.

    • markus schreibt:

      @ BRD

      Ich bin ungeoutet und deswegen stehe ich natuerlich genauso in der Schusslinie.

      Aber waere ich offen schwul wuerde ich trotzdem was dagegen sagen. Irgendwann schickt es auch mal.

      Wer sich nicht wehrt lebt verkehrt.

      • schlottekamuffel schreibt:

        Das hört sich an, als wärest du in einer schwierigen Lebenssituation. Es ist sicher nicht einfach, seine sexuelle Orientierung zu verstecken und zu verheimlichen. Ja, wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt.

      • markus schreibt:

        @ schlottenkamuffel

        Ich verheimliche es eigentlich nicht aber es ist eben auch Privatsache. Geht ja eigentlich auch niemanden was an.

  6. Pingback: Feminismus ist nicht so oder so, sondern so und so | Ruhrbarone

  7. Ereshkigal schreibt:

    @markus:

    „Ach und den Maenneranteil auf der Welt zu reduzieren ist kein Maennerhass?

    Ich nehme an Schwarzer, Solanas und Dary und wie sie alle heissen sind in Wirklichkeit verkleidete Maenner?“

    LOL, als ob heutige Feministinnen Solanas-Fans (oder Schwarzer-Fans) wären… deren Anzahl bewegt sich vermutlich im Promillebereich, wenn überhaupt.

    „Schwanz ab, Schwanz ab, runter mit dem Männlichkeitswahn“ ist ein Zitat aus einem Song von den Ärzten (zur Erinnerung, eine reine Männerband 🙂 ) und in keiner Weise als Anweisung gemeint.

    „Fuer wie bloed haelst du uns eigentlich?“

    Ja, die Frage gebe ich mal zurück 🙂

  8. Anni schreibt:

    Danke für diese knackige Zusammenfassung eines schrecklichen Artikels, den ich nach einem Drittel abbrechen musste. „Im Ernst?!“ trifft es auf den Punkt. Traurig macht dieser Artikel, traurig machen die Kommentare darunter und leider auch einige unter diesem hier. Traurig ist auch, dass es leider bei der Formel bleibt: „Der größte Feind einer Bewegung kommt aus der Bewegung selbst“ – oder in diesem Fall: die Feindin.
    Es bleibt aber auch Fakt auf diesem Niveau nicht diskutieren zu können, denn was soll man* drauf sagen außer das „Im Ernst?!“ der Autorin, denn Saskia hat sich offensichtlich nicht ernsthaft mit feministischer Theorie oder Aktivismus auseinander gesetzt und bemüht Hass-Mythen. Gleichzeitig kommt sie sich unglaublich innovativ vor, ist sie aber nicht, denn Variationen dieser Halbwahrheiten gibt es seit dem es den Feminismus gibt.
    Aber welchen Vorwurf bekommen Kritiker*inn*en von Saskias Text? Das sie sich nicht mit der Kriitik auseinandersetzen und weiter ihrer ‚Religion‘ folgen? Für ein Auseinandersetzen muss erst einmal eine wirkliche Kritik kommen und nicht nur ein „Ich find euch scheiße“, aber das wäre ja anstrengend, denn dann müste man* sich ja unbequemen Fragen stellen.
    Aber ich schweife ab. Ich wollte nur sagen: Go Schlotte Kamuffel, ich bin total deiner Meinung!

    • schlottekamuffel schreibt:

      Danke für deinen Kommentar und den Text. Bewegung? Und wenn ja, eine Feindin, die aus der Bewegung kommt? Den Teil kann ich nicht ganz nachvollziehen.

      • Anni schreibt:

        Im Zusammenhang mit meiner eigenen politischen Arbeit im AStA haben wir das öfter besprochen. Im Bezug auf den Kampf gegen Sexismus heißt das, dass man für alle Frauen* kämpft, aber nicht alle Frauen* mit einem. Aber wessen Texte werden in den Medien oder in Gesprächen zu Feminismus am meisten bemüht? Frauen*, die der Meinung sind, dass die Bewegung überflüssig ist, welches aber meist auf Frauen* sind, die dennoch ‚emanzipierte‘ Ziele hochhalten. Dennoch verteufeln sie den Feminismus und sabotieren damit nicht selten die Arbeit für diese Ziele.
        Ich hoffe, das wurde klarer hiermit :).

  9. Pingback: In den Abgrund geschaut … Antifeminismus

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s